Was mir meine Content-Blockade über mich selbst beigebracht hat
Es gibt Tage, da spürst du, dass dein Content keinen Spaß mehr macht. Nur dieser Druck ist da, der dich antreibt. Und du denkst dir so: Andere kriegen es doch auch hin, warum du nicht?
Ich hatte solche Phasen schon öfter bei vorherigen Projekten. Sie kündigen den Anfang vom Ende von meinem Projekt an. Weil ich dann meine eigene Stimme verliere und nur noch mache, was ich denke, was man machen sollte, um besser zu werden. Während der eigene Widerstand dagegen immer größer wird.
Anders als die vorherigen Male habe ich deshalb entschieden, nicht darüber hinwegzugehen, sondern mittendrin zu bleiben – und euch mitzunehmen.
Dieser Artikel basiert auf den Videos vom 6., 7. und 8. Juni 2026. Die Videos habe ich transkribieren lassen und mithilfe von KI in diesen Blogartikel umformuliert. Der Text hier wurde also von KI geschrieben und vom Menschen nachbearbeitet. Die Gedanken und die Geschichte dahinter sind 100% Mensch.
Tag 1: Der Moment, in dem ich gemerkt habe, dass ich komplett feststecke
Es fing mit einem Thema an, das mich eigentlich wirklich interessiert: Klammerverhalten. Wie Menschen aus Angst vor dem Verlassenwerden alles dafür tun, jemanden zu halten – und damit genau das auslösen, was sie am meisten fürchten. Ein Thema, zu dem ich wirklich etwas zu sagen habe.
Und trotzdem: kein Video. Fünf Versuche. Keiner davon gut genug.
Irgendwann habe ich gemerkt, was gerade passiert. Ich war nicht blockiert, weil mir das Thema fehlt. Ich war blockiert, weil ich so unter Druck stand, dass kein einziger Gedanke mehr fließen konnte. Der Druck, eine perfekte Hook zu haben. Eine klare Botschaft. Eine passende Emotion auslöst. Doch der Druck hat alles zugemacht.
Was hilft mir in solchen Momenten? Volle Akzeptanz. Nicht dagegen ankämpfen. Sondern laut sagen – auch innerlich – ja, ich habe gerade eine richtig fette Content-Blockade. Klingt vielleicht seltsam. Aber alles, wogegen du kämpfst, wird größer. Alles, was du annimmst, verliert ein Stück weit seinen Schrecken.
Und dann gut sein lassen. Ich für meinen Teil habe dann entschieden, die Arbeit zu beenden und zu zocken.
Tag 2: Die Rolle, in die ich mich selbst gepresst habe
Am nächsten Tag – das Spiel Age of Empires hatte geholfen, ein bisschen Abstand zu bekommen – kam der eigentliche Knackpunkt.
Ich hatte mir ein Bild davon gemacht, wie mein Content auszusehen hat. Immer eine klare Botschaft. Immer ein guter Hook. Immer Mehrwert für die Zielgruppe. Kein unnötiges Abschweifen. Kein zu viel von mir selbst.
So viele Regeln. Wie soll da noch Kreativität – die ich für einen Erschaffungsprozess brauche – fließen?
Aber mein Kopf sagt: Das muss so. Das ist sonst nicht professionell.
Ich begleite Menschen dabei, sich nicht in vorgefertigte Rollen zu pressen – und presse mich selbst genau da rein. Ich reduziere den Druck meiner Klienten, der durch ihren hohen Anspruch entsteht – und setze mich selbst aufgrund meines eigenen Anspruchs bei meiner Content-Produktion so unter Druck, dass es sich für mich überhaupt nicht stimmig anfühlt.
Also Schluss damit. Ich muss da genauer hinschauen. Was steckt eigentlich dahinter?
Tag 3: Aufschreiben, was wirklich dahinter steckt
Wenn ich mich selbst coachen muss, setze ich mich hin, um zu verstehen, was da gerade passiert. Stift und Zettel in die Hand und los geht’s.
Ich fange in solchen Momenten gerne mit der Frage an: Wozu? Also: Was ist der Sinn dahinter, dass ich mich beim Content so unter Druck setze?
Denn wenn der Kopf nicht aufhört zu arbeiten, ist das kein Zeichen dafür, dass du fleißig bist. Es ist ein Zeichen dafür, dass irgendwo Angst ist. Das Gehirn versucht, Sicherheit herzustellen – durch Nachdenken, Planen, Kontrollieren.
Egal, was ist: Dein System macht es nicht, um dir eines auszuwischen. Sondern weil es das Allerbeste für dich will.
Also was kam raus, als ich ehrlich hingeschaut habe?
Zuerst die Dinge, die man so kennt: Angst vor Ablehnung. Der Wunsch dazuzugehören, nicht aus der Reihe zu fallen. Dann tiefer: der Druck, Reichweite aufzubauen. Das Gefühl, dass Reichweite mich retten würde – vor Unsicherheit, vor dem Scheitern der Selbstständigkeit, vor der Frage, ob das alles überhaupt funktioniert.
Das Aufschreiben hat mich erschöpft. Ein ganz normaler Zustand, wenn alles, was da im Gehirn so kursiert, endlich mal auf einem Blatt Papier seinen Platz findet.
Und: Es hat mich etwas entspannt. Nicht gelöst – aber entspannt. Weil benannte Dinge weniger Macht haben als unbenannte.
Und dann war da noch dieser eine Gedanke, der sich plötzlich ganz klar angefühlt hat: Ich möchte Ehrlichkeit vorleben. Und das geht nicht, indem ich den perfekten Tipp in ein 60-Sekunden-Video packe.
Sondern es ist genau das hier – zu zeigen, wie es wirklich ist, wenn man gesellschaftliche Rollen ablegt und anfängt, man selbst zu sein. Mit allem Chaos, das dazugehört.
Was ich mitgenommen habe
Drei Tage, drei Erkenntnisse.
Erstens: Akzeptanz schlägt Verbissenheit. Immer. Nicht weil man aufgibt, sondern weil Raum entsteht.
Zweitens: Der Druck entsteht durch feste Formate und Rollen, die wir uns selbst auferlegen. Die Entwicklung passiert da, wo wir anfangen, sie endlich abzulegen.
Drittens: Aufschreiben ist einer der direktesten Wege, um sich selbst kurzfristig zu entlasten und besser zu verstehen – und die alte Strategie, an der man klammert, zu würdigen. Der Versteh- und Würdigungsprozess selbst ermöglicht es, frei davon zu werden.
Ich weiß noch nicht, wohin mich das führt. Aber ich versuche, so gut es geht, mich vom Leben führen zu lassen, anstatt mich am Alten festzuklammern. Aktuell weiß ich nur: Es fühlt sich gerade richtig an – und das ist mehr, als ich noch vor drei Tagen sagen konnte.
PS. In dieser Phase hätte mir ein Coach sehr gut weiterhelfen können. Ich habe selbst keinen in Anspruch genommen, weil ich aus meiner Erfahrung weiß, dass ich weit genug bin, um es eigenständig zu lösen. Solltest du aber in einer ähnlichen oder anderen Phase stecken, wo du glaubst, dass dir externe Hilfe guttun würde – traue dich, dir welche zu holen. Es gibt gute Therapeuten und Coaches da draußen. Wenn du bei mir ein gutes Bauchgefühl hast, schreib mir gerne oder buche dir einen Termin.